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Mittwoch, Juli 27, 2005

was fürs sommerloch

ist total die luft raus. nicht mal gelungenen anschläge (auch von mir nicht) in der letzten zeit. nix. london brennt wie üblich vor langeweile. der bayrische rundfunk ist sogar schon dazu übergegangen die scheißflecken von angela merkel zu entfernen. komisch, dass so was überhaupt jemandem auffällt, und dass es die meldung zumindestens im netz in die topnachrichten der größten magazine bringt. auch bei meinem liebling spiegel online. angies schwitzparade und auch noch bei wagnerklängen, man wundert sich direkt, dass die bayern nicht gleich den lebensgefährten (wie es so schön heißt) von guido westerwelle (hoffentlich wird der außenminister - dann ist bush im arsch - deutschland ist es sowieso) wegretuschiert hat. wenigstens hätten sie angie verschönern können. na ja, kotz...*langweilig*, nicht mal dem steinphallus (das ist ein pimmel, schwanz, penis, etc.) den sie in schelkingen gefunden zu haben vermag mich in begeisterungsstürme zu versetzen. obwohl archeologie ja toll sein muss. da graben die 9 jahre auf einem quadratmeter rum und finden einen dildo (es handelt sich um ein werkzeug, dessen zweck sich den schwäbischen wissenschaftlern noch nicht erschlossen hat), den sie erst noch aus einzelteilen zusammenbauen müssen. na ja. 20cm lang 3cm breit. wird das sommerloch kaum ausfüllen können. unsere freiheit ist in gefahr. habt ihr denn gar keine angst? na ja, dann eben..egal. vielleicht stürtzt wenigstens die scheiß discovery ab. mittenrein ins loch. terror bitte, aber potent muss er schon sein...
ich geh dann mal mammuts jagen...viel spaß noch mädels

Freitag, Juli 22, 2005

manchmal

öffnet
sich die
tür zu
meinem klei
der schrank

ich
kann dann
sehen,
etwas in
ordnung
nicht
ist in

mir

und die
tür wie
der schließ
en

Donnerstag, Juli 21, 2005

sie liebt alle/she loves everyone

will bill be in there?

will bill be in there?
National Sex Offender Public Registry... Gott sei dank haben wir noch Programmkinos mit künstlerischen Filmen aus Finnland und Südkorea. Hey Leon, da ist deine demokratische Freiheit. Hach, was sind wir dem Iran moralisch überlegen und aufgeklärt. Wir kennen keine mittelalterliche Rechtspraxis, dafür Schutz der Persönlichkeit und ganz viele andere tolle Sachen... nur künstlerische Filme aus Finnland habe ich noch keine gesehen. Ich fühl mich so dreckig deswegen, direkt islamisch... oder isländisch?

Seit stolz! Und tötet soviel ihr wollt!
Be proud of it! And kill them all!

Mittwoch, Juli 20, 2005

Lieber Leon de Winter,

Er "riecht nach blinder Arroganz" der Glaube, dass die Iraker sich zuerst ausgerechnet "Programmkinos" wünschen, die "künstlerische Filme aus Südkorea und Finnland" zeigen. Und seit wann herrschte im Irak unter Saddam Hussein "religöser Depotismus", der dann "wiederhergestellt" werden könnte?
Wieviel Platz haben Homosexuelle in den Vereinigten Staaten? Bei den Kreationisten? Beim deutschen Papst?
Wie voll mit kalifornischem Weißwein und kolumbianischen Koks muss man sein, um sich sowas auszudenken? Programmkinos mit künsterischen Filmen...Typ, ich fass' es nicht...

terror worldwide, but...

teddy loves you

beam us up, scotty!

...
in memory James Doohan

Dienstag, Juli 19, 2005

telefonsex mit negerinnen 5 [no pain, no gain]

Diesmal leider keinen echten Telefonsex im Angebot. Dafür sind die Neger(-innen) auch nicht angemalt. Hier zwei wunderschöne Screenshots der Website des Chicago Police Departments. Da kann man jetzt die Neger bewundern, die mit Nutten erwischt worden sind. zur Information: Prostitution ist in den Staaten weitesgehend illegal. Und wer erwischt wird landet in der hübschen Gallerie. Schließlich ist das ein wirklich freies Land. Deswegen finden sich neben den vielen Negern und Latinos, die mit Nutten erwischt werden auch ein paar Quotenkalkleisten. Aber erstaunlich ist es schon... Erinnert mich daran die Deutschen über die Krininalität von Ausländern quatschen. Aber egal, vergesst den sozialkritischen Bullshit. Genießt die T-Shirts. Ich hoffe, wenn ich mich mal in den Chicago beim Bezahlbumsen erwischen lasse, habe ich mein Cunt Grinder Shirt an.
Ach ja, bevor ich es vergesse: 49% der deutschen Frauen wollen's öfter besorgt bekommen. You wanna know why? Because I am the teacher. That's why! Well laydies, die Namen und Adressen von süßen Jungs findet ihr auf der angegebenen Webseite. Und ihr wisst bescheid, was ihr da bekommt ;-).

Montag, Juli 18, 2005

Von Kinderterroristen überfallen

Heute bin ich doch tatsächlich im Freibad von bewaffneten Kinderterroristen überfallen worden. Ich hatte gerade meine Sachen alle zusammengepackt und hatte den Ausgang schon fast erreicht, als ich auf Höhe der Umkleidekabinen plötzlich einen kalten Stich im Rücken fühlte. Panik kroch von der getroffenen Stelle kühl die Wirbelsäule empor und verkrallte sich im Nacken. Keiner konnte meine aufgerissenen Augen sehen, die ich unter der spiegelnden Sonnenbrille verborgen hatte. Während ich mich umdrehte, um mich meinem Angreifer zu stellen, schlugen weitere Salven von Kälteschauern in mich ein. Da stand er. Oder besser, da standen sie. Vier oder fünf Kinder, ich weiß nicht genau wie viele, alles ging so schnell, Jungs und Mädchen, etwa acht- bis zehnjährig, kreischend und immer wieder wurde ich getroffen. Wahrscheinlich beobachteten zahlreiche Badegäste diesen Vorfall, ich weiß es nicht, ich spürte nur, dass sie mich immer wieder trafen, keiner Griff ein oder kam mir zur Hilfe und ich sah immer nur in die verzerrten kleinen Grimassen. Wo waren sie nur hergekommen? Hatten sie sich bei den Umkleidekabinen versteckt? Das war jetzt egal. Ich musste handeln.

Ich blieb stehen und wandte mich den Angreifern ganz zu. Wie sollte ich das überstehen? Wie sollte man sich gegen Kinder wehren. Ich spürte die prüfenden Blicke der Badegäste, wahrscheinlich überwiegend belustigt, niemand reagierte. Zisch, zisch zisch... die nächsten Treffer. Diesmal auch ein Streifschuss am Kopf. Flüssigkeit rann mir die Wange entlang, tropfte von meinem Kinn und hinterließ dunkle Flecken auf meinem Hemd. So musste wohl schon mein ganzer Rücken aussehen. Ich blickte wieder zu den Angreifern und machte zwei Schritte auf sie zu. Das bewirkte nur ein schnelles Zurückweichen unter grimmigem Kichern, wobei sie die Schussfrequenz erhöhten. Jetzt sah ich zum ersten Mal, womit die Scheusale bewaffnet waren: Kleine Delphine und Seelöwen, die wie Wasserpistolen funktionierten. Wo war ich da hineingeraten? Was sollte ich tun? Mein Hemd war mittlerweile schon von beiden Seiten nass und die winzigen Pistolen schienen überhaupt nicht zu versiegen. Ich merkte, dass ich mich auf jeden Fall zum Gespött der Leute machte, egal wie meine Reaktion auch ausfallen würde. Ich überlegte. Was hatte ich beim letzten Mal in dieser Situation gemacht? Beim letzten Mal war ich selbst nicht älter als die Angreifer gewesen – verprügeln hatte geholfen – aber das konnte ich mir heute wohl nicht mehr erlauben. Schließlich war ich bestimmt über zwanzig Jahre älter als die miesen Ratten.

Immer mehr Wasser floss. Nachdem ich erst wieder beigedreht hatte und weiterging, ohne weiter zu reagieren, weil ich dachte, das würde den Spaß verderben, was aber nicht der Fall war, wie ich mittlerweile triefend feststellen musste, bleib ich wieder stehen. Es musste etwas passieren. Wie sollte man sich um Gottes willen denn adäquat gegen solchen Kinderterror wehren? Ich musste an die Soldaten im nahen Osten denken, die ihr Zögern beim Kampf gegen schwerbewaffnete Kindersoldaten mit dem Leben bezahlen mussten. In der Schul-Oberstufe hatte ich noch diese Aura, dass sich kein jüngerer Schüler auch nur im entferntesten in meine Nähe gewagt hätte. Was war geschehen. Ich musste ein Exempel statuieren! Das war es. Ein Opfer und der Mythos, die Aura würde wieder entstehen und ich unantastbar.

Diesmal bewegte ich mich schneller, schlangenmäßig, zuckte auf den Kleinen zu, der sich während der ganzen Zeit am dichtesten an mich herangewagt hatte. Ein Mädchen wäre sowieso das falsche Opfer gewesen. Nein, ich musste den vermeintlichen Rädelsführer zu Fall bringen, ihn entwaffnen, seiner Macht berauben und alle anderen damit entmutigen. Er war auch schnell, zuckte zurück, aber nicht schnell genug. Ich hatte ihn und klemmte ihn unter einen meiner Arme, in der anderen hatte ich ja während der ganzen Zeit meine Tasche, und trug ihn unter Quieken in Richtung Ausgang. Seine Waffe hatten seine Mitstreiter schneller gerettet, als ich sie hatte nehmen können. Allerdings war an ein Versiegen des Wassers immer noch nicht zu denken. Scheinbar hatte ich mir den Falschen gegriffen, sogar die Mädchen schossen weiterhin mit Wahnsinn in den Augen auf mich. Nachdem ich den Zwerg fünf Meter weit unter meinem linken Arm getragen hatte, wimmerte er, dass ihm irgendetwas wehtäte, worauf ich ihn natürlich absetzte. Jetzt wurden die Schüsse auch weniger, ich hatte den Ausgang erreicht und die Terrorkinder rannten kreischend davon. Während ich mich draußen abtrocknete, freute ich mich darüber, dass in einigem Abstand hinter mir ein Mann kam, dem nun das gleiche Schicksal widerfuhr. Es hatte also nicht unbedingt mit der verlorenen Aura zu tun, sondern wahrscheinlich eher mit der zunehmenden Verwahrlosung und Kriminalisierung des Nachwuchses. Dennoch stieg ich mit einer befriedigenden Gewissheit in mein Auto ein, dass mir ein passendes zu statuierendes Exempel aus meiner Schulzeit wieder eingefallen war, mit dem ich mich beim nächsten Mal würde auf ewig behaupten können, ohne den kompletten Groll der überall nicht eingreifenden Eltern auf mich zu ziehen. Kopf über in die Kloschüssel und abziehen hatte noch immer abschreckend gewirkt.

Sonntag, Juli 17, 2005

weltweite terrorübung

Hier der Vorschlag einer Terror-Simulation unter dem Kommando von Tony Blair, Otto Schilly und George Bush.
Wie wäre es mit folgendem Versuch. Der Westen ist sicher. Es gibt weder eine Al-Kaida, noch Qaida, noch sonst irgendwas. Höchstens eine ETA und eine IRA und noch ein paar katholische oder protestantisch-seperatistische Schlappschwänze. Kurz gesagt, alles ist wieder so wie Anfang der 90er Jahre, als bei uns in Deutschland die Spießbürger von ihrer eigenen, unsichtbaren RAF Kommunistenkindern in Schach gehalten wurden. Alles ist ruhig, friedlich, es gibt noch nicht einmal Oasis, geschweige denn Wir sind Helden. Helden sind wir nämlich keine. Das wäre doch schön, oder? Nur weil es unwahrscheinlich klingt muss es nicht wahr sein.
Das hier klingt auch unwahrscheinlich, ist leider trotzdem wahr: Als am 11. September 2001 die Flugzeuge im WTC explodieren findet in New York gerade eine Antiterrorübung statt. Eine Simulation. Was wird simuliert? Ein terroristischer Angriff mit zivilen Flugzeugen, ganz ähnlich dem, der zeitgleich auch wirklich stattfand.
Wie war das letzte Woche in London? Am 7.7., am Morgen der Anschläge, findet in London eine Antiterrorübung statt. Eine Simulation. Und was wird simuliert? Richtig! Bombenanschlägen auf das Londoner U-Bahnsystem. Eine Übung an der (auf dem Papier) über 1000 Personen beteiligt waren. An genau den Stationen an denen die Bomben tatsächlich explodierten.
Hier ein Auszug aus einem Interview das BBC5 am Abend des 7. Juli ausgestrahlt hat.
Power ist der Nachname des Chefs der Anti-Terror-Firma, die den Test leitete.
Quelle ist die Homepage von Prison Planet.com

POWER: At half past nine this morning we were actually running an exercise for a company of over a thousand people in London based on simultaneous bombs going off precisely at the railway stations where it happened this morning, so I still have the hairs on the back of my neck standing up right now.

HOST: To get this quite straight, you were running an exercise to see how you would cope with this and it happened while you were running the exercise?

POWER: Precisely, and it was about half past nine this morning, we planned this for a company and for obvious reasons I don't want to reveal their name but they're listening and they'll know it. And we had a room full of crisis managers for the first time they'd met and so within five minutes we made a pretty rapid decision that this is the real one and so we went through the correct drills of activating crisis management procedures to jump from slow time to quick time thinking and so on.

Da gibt es auch einen Mitschnitt von der Sendung. Welcome Home!

Update: Fersehmitschnitt gibt es hier
Meinung muss man sich selber bilden...Fake? Zufall? Wahnsinn? Wer weiß...
Prison Planet gilt als minder vertrauenswürdige Seite. Professionelle Verschwörungstheoretiker. Bleibt der Fernsehmittschnitt. Es gibt auch Leute im Netz die behaupten, sie hätten das Interview gesehen. Strange ist das in jedem Falle, auch wenn die Übung nicht stattgefunden haben sollte. Beweisen lässt sich wahrscheinlich wie üblich nichts.
Die Frage bleibt: Was würde passieren wenn die Öffentlichkeit anders mit dem Thema umgehen würde? Wieviel Gefahr wird durch Angst erzeugt?

Freitag, Juli 15, 2005

kunst./leben.

konsumieren.
verdauen.
ausscheiden.

Mittwoch, Juli 13, 2005

ich liebe polen

die klauen uns die autos.
wir klauen denen die frauen.
und?
"ich habe gar kein auto".

Dienstag, Juli 12, 2005

Michel Houellebecq: Die Möglichkeit einer Insel

"Wer unter Ihnen verdient das ewige Leben?"

(Voraussichtlich) Ende August bringt DuMont den neuen Roman von Houllebecq in deutscher Übersetzung. Grund zur Freude.
Allem Anschein nach ist sich Houellebecq treu geblieben. Wir Menschen, heißt es in den Verlagsinfos "sind für das Glück und dessen Voraussetzung, die bedingungslose Liebe, nicht geschaffen." Klappentexte. Ich zweifle. Ob Michel Houellebecq dem tatsächlich zustimmen würde?
Wie dem auch sei, es gibt wahrscheinlich kaum einen Autor der Gegenwartsliteratur, der mehr von Angelegenheiten der Liebe und Zärtlichkeit versteht als der Mann der Ausweitung der Kampfzone, Elementarteilchen und Plattform geschrieben hat, um nur die Romane zu nennen.

Diese Meldung hier bloß, weil sonst nichts Aufregendes passiert. "Der Mensch ist verschwunden. Und mit ihm der Kult um Sex und Fun und ewige Jugend. Geblieben ist nichts als Ekel, Einsamkeit und Langeweile."
Lediglich London brennt...
All across the town, all across the night
Everybody's driving with full headlights
Black or white turn it on, face the new religion
Everybody's sitting 'round watching television!
London's burning with boredom now

                           THE CLASH

London brennt. Vor Langeweile.
"Willkommen im ewigen Leben, meine Freunde."

Montag, Juli 11, 2005

abschied

habe
kaltes
wasser ge
nommen

zum kaffee
kochen

damit es
ein wenig
länger
dauert

bis es
kocht

nur der

es
ist
al
les
per
fekt

nu
r de
r was
ser
ha
hn

t
ro
p
ft noch

Überwachung macht frei

Weiterhin steht fest, dass es keine 100prozentige Sicherheit geben kann. Warum gibt es noch keine Bürgerinitiativen für strengere Gesetze? Ich bin dafür, eine komplette Kameraüberwachung aller europäischen Haushalte zu erwirken! Bürger, die sich nichts zu schulden kommen lassen, haben auch nichts zu befürchten. Und wer sich nichts zu schulden kommen lassen will, kann auch nicht gegen die komplette Überwachung sein, weil er ja nichts zu verbergen haben dürfte. Nur die können gegen die komplette Überwachung sein, die etwas zu verbergen haben, die unlautere Pläne haben und somit eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Und weil nur die Leute etwas gegen die Überwachung zur Sicherung des Allgemeinwohls haben, die dem Allgemeinwohl schaden wollen, darf auf diese Leute nicht gehört werden. Daher sollte noch heute ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, das den Staat dazu berechtigt, eine lückenlose Überwachung aller Lebensbereiche zu gewährleisten. Nur so kann den Gefahren des Terrors entgegengewirkt werden.

Freitag, Juli 08, 2005

Heilige Krieger

Nun hat der Terror also eine der europäischen, wenn nicht sogar die europäische Metropole getroffen – London. Ein weiterer Schlag in das Gesicht der westlichen Welt in einer Serie von Anschlägen. Bei all den vielen heiligen islamistischen Kriegern, die bereit sind für ihre Sache zu kämpfen, zu sterben, frage ich mich eins: Wie kann es eigentlich bei den vielen Millionen Christen sein, dass sich dort noch keine fundamentalistischen Gruppierungen gebildet haben, die bereit sind, bis auf das Blut zu kämpfen, sich zu wehren. Wo sind die christlichen Führer, die zu fundamentalen, blutigen Kreuzzügen aufrufen? Wo sind die Fanatiker, die einen Tod für das Kreuz heilig sprechen?

Donnerstag, Juli 07, 2005

Alle Menschen sind gleich!


„Im Privatfernsehen erreicht man andere Zielgruppen als im öffentlich-rechtlichen: Jüngere, Ostdeutsche, weniger Gebildete.“*


*Michael Spreng (Leiter von Edmund Stoibers Kampagne 2002, ehem. Chefredakteur der BILD AM SONNTAG) zitiert im Artikel „Vorsicht Falle“ von Sebastian Esser, in: V.i.S.d.P. 06/2005, S. 31.

Mittwoch, Juli 06, 2005

Lustige Geschichte der Zensur über ein Stück Bückware

Da wir mit unserer Zeitschrift -BlendwerK- auch schon unter die Ladentheken des Buchhandels verbannt wurden und Zensur ebenso einen Teil meiner Studienabschlussarbeit tangiert, lege ich wahrscheinlich besonderes Augenmerk auf dieses Thema und stieß bei meinen Forschungen auf interessante Vorkommnisse in der Geschichte der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften.

[...] Es ist nicht das erste Mal, dass die Bundesprüfstelle ein groteskes Fehlurteil trifft. Auch in den achtziger und neunziger Jahren wurden eine Reihe von belletristischen Werken unter den Ladentisch verbannt, die andernorts auf der Auswahlliste für Literaturpreise stehen.
In einer Art blindem Beißreflex wurde etwa der Roman “Der stählerne Traum“ des amerikanischen Juden Norman Spinrad durch die Jugendschützer indiziert. Spinrad schildert darin eine Was-wäre-wenn-Geschichte, in der Adolf Hitler in den Zwanzigern in die USA auswandert und dort zum Schundautor für die kursierenden Sciencefiction- und Fantasy-Groschenhefte wird. In den USA als glänzende Satire auf den Blut-und-Boden-Kult der modischen Fantasy-Literatur gefeiert, blieb das Werk in Deutschland über Jahre zur Bückware degradiert. Begründung: Jugendliche Leserschichten könnten der Romanfiktion aufsitzen und Adolf Hitler tatsächlich für einen harmlosen Trivialautor halten, ja schlimmer noch, den satirisch gedachten Roman “Der stählerne Traum“ – angeblich von Hitlers eigener Hand – für bare Münze nehmen und sich an der darin karikierten Herrenmenschenmentalität berauschen. [...]*

*Auszug aus: „Im Garten der Ängste“ von Denis Scheck, in: Allgemeines Sonntagsblatt, Nr. 48, 26.11.1999, S. 28f.

Die unbefleckte Empfängnis und der Zeitgeist

Es gab da einmal eine Frau, die wurde schwanger, ohne dabei Unzucht betrieben zu haben und schenkte der Menschheit einen Heiland – Jesus Christus – den Sohn Gottes. Wenn in der Bibel von Marias unbefleckter Empfängnis die Rede ist wird diese seit jeher als die Allmacht Gottes gedeutet. Auf den Geschichten der Bibel aufbauend bildete sich eine christliche Weltreligion wie wir sie heute kennen.

Nun sind seit dem Zeitpunkt der unbefleckten Empfängnis schon einige Jahrhunderte in die Länder gezogen und die Menschheit hat sich entwickelt. Übertragen in unser Heute verliert der Mythos um Marias’ Empfängnis fast seine ganze bisherige Kraft. Schließlich ist unsere Wissenschaft mittlerweile in der Lage, genau dieses Wunder zu vollbringen. Welche Bedeutungen haben die Innovationen der Wissenschaft für die Lesarten der Bibel? In welchem Lichte stehen die Heilungen des Christus und die medizinischen Fortschritte der Menschheit? Beschwor das Paradox zwischen der Allmacht Gottes, seiner Güte und dem Leid auf der Welt nicht schon immer den Zweifel der Menschen herauf? Brachten nicht gerade Schmerz und Leid, die der Mensch bekämpfte, ihn auf eine Stufe, von der er in Gottes Auge blicken kann? Ist Gottes paradoxe Allmacht nicht ein Sinnbild für menschlichen Sieg und Niederlage im Kampf gegen Schmerz und Leid? Wussten die Autoren der Bibel mehr als ihnen die Deutungen abverlangten?

Ging es vielleicht immer schon um Wissenschaft?

Dienstag, Juli 05, 2005

telefonsex mit negerinnen 4

ein kleinen hinweis darauf, was die deutschen eigentlich meinen, die das stöhnen sogarauf tennisplätzen unterbinden wollen, gibt uns focus. wenn man diesem artikel glauben schenken darf [ich hab auch die DPA-Meldung dazu gesehen], sind die deutschen das volk das am wenigsten überzeugt ist, von seinen sexuellen fähigkeiten. wir halten uns lieber an die italiener oder an telefonsex mit negerinnen. was dabei herauskommt kann man sich in den demografischen statistiken ansehen. alternativ besteht natürlich auch die möglichkeit den deutschen bei einem ihrer liebsten gesprächsthemen [außer IKEA natürlich ->merke:sex ist in deutschland italienisch (wie das essen), während die möbel skandinavisch sind]zu lauschen: der lautstärke der nachbarn beim sex.

trostpflaster für deutschland: nur jeder zehnte europäer findet sex fünf mal pro woche ok. -> der rest europas ist auch ganz schön traurig. ich mach mich dann mal auf den weg zu... IKEA

Freitag, Juli 01, 2005

Bateman und Batman - Masken von gestern und heute











Wie ich diese Zufälle, die das Leben schöpft, doch liebe. Christian Bale: erst spielt er Patrick Bateman, den amerikanischen Alptraum und Antihelden in "American Psycho" und nun kann man ihn als den amerikanischen Superhelden Batman im Kino wiedersehen. Wie schön, dass unser Leben diese ambivalente Schizophrenie möglich macht. Sollte Bale schon einmal von einem Reporter auf die Doppeldeutigkeit seiner Rollen angesprochen worden sein? Ich finde, dass sollte einmal jemand machen.

umfragen in deutschland


historische hintergründe und ausbildung von nationalliteraturen?
tennis und ficken...?

quelle: spiegel-online